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Häuser, Hügel, Lichter!

Was ich mit meinem heutigen Blogpost erreichen möchte? Ich möchte euch meine ganz persönliche Wahrnehmung von Lissabon zeigen. Lissabon, die Stadt der wunderschönen Häuser, der sieben Hügel und der einzigartigen Lichter…

Dieser Blogpost enthält natürlich auch den ein oder anderen Restaurant-, Shopping- oder Sightseeingtipp. Aber im Endeffekt geht es um viel mehr: es geht um das große Ganze!

Wohnung_Flügeltür_Tuch

Leute, Leute! Was war ich aufgeregt. Das erste Mal in meinem Leben bin ich nur mit Handgepäck verreist! Okay, ich bin ehrlich: wir hatten zu dritt ein Gepäckstück. Aber das war für die Shoppingausbeute bestimmt und somit musste ich -zumindest auf der Hinreise- mit meinem roten, neuen Minikoffer auskommen…

Packen_andere_Seite  Packen_Kleiderseite

…und ich habe es geschafft 🙂

Die wichtigsten Tipps: Kleider rollen (siehe Bild rechts), Kosmetika abfüllen und kleine Proben einpacken, mit Reisepartnern absprechen und z.B. Fön, Glätteisen usw. aufteilen.

Hinreise_Flugzeug

Geflogen sind wir mit Eurowings von Stuttgart nach Lissabon. Flugzeit 2 1/2h, Preis stolze 310€. Ich empfehle den Flug so früh wie möglich zu buchen.

Vom Flughafen kommt ihr ganz bequem mit der Metro in die Innenstadt. Dadurch, dass es nur wenige Metrolinien gibt, ist das super einfach zum Abchecken 😉 Pro Person und Fahrt kostet der Spaß gerade mal 1,45€!

So, jetzt aber zur wunderschönen Stadt!

 

Ich bin verliebt in Lissabons Häuser…

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Egal in welchem Stadtteil ihr wohnt oder durch welchen ihr gerade lauft, nehmt euch auf jeden Fall die Zeit und bewundert die unglaublich schönen Häuserfassaden. Meines Wissens nach handelt es sich dabei um die sogenannten „Azulejos“ (aus dem arabischen „al zuléija“ was „polierter Stein“ heißt). Ich weiß nicht, ob ich einen besonderen Tick habe, aber diese bunt bemalten Fließen machen für mich das Flair der Stadt aus. Vor allem die blau- weißen Varianten, die es sehr, sehr oft gibt, erzeugen in meinem Kopf sofort die Assoziation: Süden, Sommer, Sonne, Meer! Als kleiner Tipp: besonders schöne Fassaden gibt es meiner Meinung nach im oberen Teil von Alfama. Generell empfehle ich einen Ausflug durch die schmalen Gassen des ehemaligen Stadtzentrums.

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Typisch waren auch die vielen Wäscheleinen, die vor den Fenstern der Häuser gespannt waren. Gefühlt Jeder trocknet seine Wäsche hier. Bei dem traumhaften Wetter, das die Portugiesen haben, ist das auch kein Wunder.

Für mich sind genau das die kleinen Schönheiten der Stadt, die man bewusst wahrnehmen und genießen sollte. Setzt euch auf eine Bank und bewundert die bunten Häuser, den blauen Himmel und die im Wind wehende Wäsche.

 

Ich in verliebt in Lissabons Hügel…

Jeder, der mich kennt, weiß um meine ungeheuere Motivation und Energie bei der Stadterkundung. Ich weiß selbst nicht woher ich das habe, aber ich kann Stunden über Stunden durch eine Stadt laufen, um (wenn möglich) jeden Winkel zu erkunden. Pausen? Sind okay, werden aber oft überbewertet. Lissabon hat jedoch eine ganz eigene Strategie, mir die ein odere andere Pause abzuringen: Hügel! Man spricht von den sieben Hügeln Lissabons und die habe ich auch gespürt. Sehr steile Berge und Treppen überall! Verlangt ein wenig Kondition und vor allem gutes Schuhwerk (Vorsicht: Schuhe mit wenig Profil/ glatter Sohle sind absolut unangebracht. Habe mehrere Leute auf den relativ glatten Fließen ausrutschen sehen!). Belohnt wird man immer wieder durch tolle Aussichten auf die Stadt und das Meer im Hintergrund. Meiner Meinung nach eine traumhafte Kombination…

Hügel2   Hügel1

 

Ich bin verliebt in Lissabons Lichter…

Schon im Vorfeld habe ich in meiner Reiselektüre von den „besonderen“ Lichtern der Stadt gelesen. Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch. Die gute: JA, es gibt sie! Die schlechte: NEIN, man kann sie nicht wirklich beschreiben und auch Sonnenuntergang_Blick_über_Lissabon

nur ganz schlecht auf Fotos festhalten. Wenn ihr in Lissabon seid, lauft doch am späten Nachmittag durch die Gassen und macht zum Sonnenuntergang an einer der vielen Aussichtsplattformen Rast. Ich kann euch den „miradouro santa catarina“ empfehlen. Man hat einen tollen Blick über die Stadt und die Ponte 25 de Abril (Mini-Golden-Gate-Bridge). Dazu gibt es im Sommer wahrscheinlich fast jeden Abend wunderschöne, authentische Live Musik und leckere, preiswerte Drinks.

Auch eine Fahrt mit der Tram ist auf jeden Fall ein Erlebnis wert. Jede Fahrt (egal wohin, Gültigkeit 1h) kostet 1,45€. Alternativ könnt ihr ein Tagesticket lösen und ab der ersten Entwertung 24h lang für 6,15€ durch die Stadt fahren. Habt auf jeden Fall Geduld und wartet am frühen Abend auf eine Tram, die nicht überfüllt ist und an euch vorbei fährt. Vielleicht sogar eine ganz planlose Fahrt durch die Straßen Lissabons? Ich bin mir sicher, ihr werdet die Lichter der Stadt zu Gesicht bekommen…

Tram_mit_tollem_Licht

 

Ich bin verliebt in Lissabons Köstlichkeiten…

Machen wirs kurz: Fisch und Sangria! Wenn es ein Getränk gibt, das ich mal überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, dann ist das Sangria. Ich bin überzeugte Rotwein-Genießerin. Je trockener und schwerer, desto besser! Trotzdem: probiert den Sangria in Lissabon. Sangria ist „Nationalgetränk“ und wird in jedem Café, Bar, Bistro und Restaurant ausgeschenkt. Das für mich Essentielle daran ist, dass es sich dabei um keine so süße Brühe wie in Deutschland handelt. Die Lissabon-Variante ist -wenn überhaupt- halb so süß und super erfrischend mit viel frischen Früchten, Kräutern und Eiswürfeln.

Meine Essensempfehlung sind die pataniscas de bacalhau. Kleine frittierte Fisch-Häppchen mit Kräutern und Gewürzen. ABSOLUT SUPERYUMMY! Generell empfehle ich Bacalhau (Stockfisch/ Kabeljau der besonderen Art) in allen Varianten. Wer auf Süßes steht, sollte unbedingt pastéis de nata bzw. pastéis de belem probieren. Kleine Blätterteigtörtchen mit Puddigfüllung und einmalig auf der Welt.

 Sangria  Bacalhau   Sangria

 

Ich bin verliebt in die Strände rund um Lissabon…

Wir haben uns für einen Tag einen Mietwagen gemietet und es hat sich definitiv gelohnt. Natürlich sind die Strände im August nicht ganz so leer, wie die Bilder auf Google es einen glauben lassen. Dennoch hält sich der Massentourismus in Grenzen. Wenn ihr nach Setubal und dann in den Nationalpark westlich davon fahrt, kommt ihr an mehreren wunderschönen Stränden vorbei. Wir waren am Creiro Beach, der nicht direkt an der Straße liegt. Erholung PUR! Auch die Liegen sind mit 12€ (zwei Liegen + Schirm) bezahlbar. Mehr Ruhe und weniger Menschen findet ihr zwischen den Klippen (Bild rechts).

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Trotz 30 Grad und keiner Wolke war das Wasser eisig kalt. Zum kurzen Abkühlen oder einem Spaziergang am Strand entlang genau richtig. Akku laden ist hier das Motto!

Strand_Ich1  Strand_Ich2

Wie ist nun meine persönliche Wahrnehmung von Lissabon? Es sind die kleinen Details, die sich zum großen Ganzen zusammensetzen. Mit allen Sinnen…

Ich sehe blau- weiße Fließen an den Häuserfassaden.

Ich rieche das Meer.

Ich höre Fado Gesang, der aus den Restaurants schallt.

Ich fühle die Sonne, wie sie durch die Gassen auf meine Haut scheint.

Ich schmecke den leicht süßen Sangria und köstlichen Fisch.

Ich genieße Lissabon!

Herzlichst,

eure Sina.zaubert

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Allgemein, Food, Lifestyle, Rezepte

Für meine Kinder, für deren Kinder…

Ein wunderschönen Samstag meine Lieben,

heute kommt ein ganz besonderer Herzenspost von mir. Dafür muss ich mich leider erst bei einigen Personen bedanken. Bevor es dann aber auch gleich losgeht…

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Ich bedanke mich bei den lieben Mädels, vor allem bei Leonie von considercologne für die Inspiration. Außerdem bedanke ich mich sehr, sehr, sehr bei meiner lieben Freundin Mine vom Blog gutemine. Dafür, dass sie mich begleitet hat und dafür, dass sie so viele tolle Fotos geschossen hat. DANKE LIEBE MINE!

Und natürlich bedanke ich mich am allermeisten bei meiner Oma. Einfach weil… sie die beste Oma der Welt ist!!!

So aber jetzt von vorne…

Nachdem ich vor ein oder zwei Wochen dieses Video von considercologne angeschaut habe, war mir klar: Ich MUSS lernen, wie meine Oma ihre Dampfnudeln macht!

Als ich klein war, war ich sehr oft und unglaublich gerne bei meiner Oma. Und was durfte bei keinem Besuch fehlen? Dampfnudeln und Hefezopf 🙂 Ich weiß ganz genau, wie das gemeinsame Backen damals ablief. Meine Oma hat mit viel Liebe und mit einem „großen“ Teig das „große“ Gebäck zubereitet. Ich, die kleine Sina, bekam immer einen kleinen Klecks vom Hefeteig ab und damit durfte ich backen, was ich wollte. Leider entstand am Ende meist nur ein undefinierbarer, hässlicher Bollen. Der natürlich auch nicht in Ansätzen so gut geschmeckt hat wie Omas Leckereien. Aber es war einfach schön! Ich erinnere mich so gerne an diese Mittage zurück ❤

Der Höhepunkt eines jeden Besuchs war es natürlich, Omas warme Dampfnudeln ganz frisch zu vernaschen. Das ist er für mich heute, bestimmt 20 Jahre später, immer noch! Als Kind habe ich mich nie damit beschäftigt, wie meine Oma diese leckeren Teile eigentlich genau macht. Aber da ich unbedingt möchte, dass meine Kinder, deren Kinder… auch Omas Dampfnudeln essen können, muss ich jetzt bei meiner Oma in die Backschule… Mein erste Unterrichtsstunde war GESTERN ❤

Falls ihr euch fragt, warum die Dampfnudeln von meiner Oma überhaupt so besonders sind? Ich werde es euch jetzt zeigen…

Vorbereitung und Zutaten:

So ein Hefeteig möchte mit viel Liebe und Ausdauer zubereitet werden. Natürlich gibts bei Oma nur die besten Zutaten: Dinkelmehl von der Mühle, Bio-Eier, brauener Zucker und und und.

Die Zutaten für die Dampfnudeln im Überblick:

  • 350g helles Dinkelmehl
  • 1 Ei
  • 100g Butter (Zimmertemperatur!)
  • 30 – 50g brauner Zucker
  • Abrieb einer halben Bio Zitrone
  • Vanillepulver oder Vanillezucker
  • 1/2 frische Hefe
  • ca. 100ml lauwarme Milch

Für dieses Rezept braucht ihr KEINE Küchenmaschine und KEIN Rührgerät. Zitat von meiner Oma an dieser Stelle: „Wenn ich meinen Hefeteig nicht mehr selbst kneten kann, dann knete ich gar keinen mehr!“ Also ihr lieben Backmäuse: Hände waschen und los gehts 🙂

Die Zubereitung:

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Wichtig beim Teig ist, dass ihr das Mehl ganz fein siebt. Dann den Abrieb der Zitrone, den Zucker und die Vanille dazu. Jetzt die frische Hefe darüber bröckeln und mit der lauwarmen Milch leicht verkneten. Im Anschluss die Butter und das Ei dazu.

Jetzt kommt der sportliche Teil. Der Teig muss bestimmt 10 Minuten geknetet werden. Hier bitte: mit Liebe und ohne Hektik! Ihr werdet merken, dass er irgendwann nicht mehr an euren Händen kleben bleibt und richtig geschmeidig wird. Dann seid ihr auf dem richtigen Weg! Nach dem Kneten den Teig mit etwas Mehl bestäuben, mit einem Geschirrhandtuch abdecken und… warten! Wenn der Teig auf das Doppelte gegangen ist, habt ihrs geschafft 🙂

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Nun gehts los mit dem Formen der Dampfnudeln. Hier ist es wirklich wichtig, dass ihr sehr kleine Kugeln formt. Bitte verabschiedet euch von den Mutantendampfnudeln, die ihr im Bäcker kaufen könnt. Unsere Dampfnudeln werden klein aber fein.

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Der für mich entscheidende Schritt für das Besondere der Dampfnudeln kommt jetzt. Die Dampfnudeln von meiner Oma werden nicht im Backofen zubereitet. Sie kommen in die Pfanne uuuhuuund sie haben unten eine SALZKRUSTE. Ihr müsst das ausprobieren. Sie schmecken einfach himmlisch!!!

Für diesen letzten Schritt braucht ihr:

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  • eine kleine beschichtete Pfanne mit Deckel!
  • etwas Butter
  • 1/2 Kaffeetasse Wasser
  • 1 TL Salz

Butter in eine warme Pfanne geben, Salz mit dem Wasser verrühren und ebenfalls in die Pfanne schütten. Wichtig: Die Pfanne muss auf sehr geringer Hitze eingestellt sein (Stufe 1 oder 2 von 9).

Dann die Dampfnudeln vorsichtig einsetzen und sofort den Deckel drauf. Diesen dürft ihr die ersten 15-20min auf gar keinen Fall aufmachen. Sonst sacken euch die Dampfnudeln zusammen und das wars dann 😦 Je nachdem wie groß eure Pfanne ist, müsst ihr eure Dampfnudeln in mehreren Runden ausbacken.

Nach ca. 20-25 Minuten sollten die Dampfnudeln fertig sein. Ihr könnt den Deckel dann kurz anheben und prüfen, ob die Dampfnudeln unten eine schön braune Kruste haben. Wenn ja, raus damit und so schnell wie möglich vernaschen !!!!

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Beste Dampfnudeln der Welt! ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Habt ihr Lust, die Dampfnudeln nachzumachen? Lasst es mich sehen, hören… Verlinkt mich gerne auf Instagram oder schreibt mir hier in die Kommentare.

Außerdem würde ich so gerne wissen, was das Geheimrezept eurer Oma ist. Hat sie es euch verraten?

Es grüßt euch,

eure Sina.zaubert